Aus gegebenem Anlass: Schwimmbadgeschichten, 3. und 4. Kapitel

Die FAS titel heute mit einem Sprung vom Zehnmeterbrett und der Warnung „Unsere Schwimmbäder sterben“. In NRW spricht man ebenfalls vom Schwimmbadsterben. Menschen brauchen ihre Schwimmbäder. Deswegen heute zwei Kapitel über’s Schwimmen in öffentlichen Bädern.

Margarethen und Männer mit Brüsten

An den Warmbadetagen kommen die Schwimmbadperlen: die Dickmadams und die Wasser-Brecher. Dick ist despektierlich, das weiß ich, aber die dicklichen Frauen und Männer im Südbad sind so schön, dass ich es gar nicht so despektierlich meine, wie es zunächst klingt. Die rennenden Frauen am Strand von Picasso wären nicht so ästhetisch und umwerfend, wenn sie aussähen wie Heidi Klum. Auch die Venus von Villendorf wäre als Kieselsteinchen unentdeckt geblieben, Charly Hübner nicht so sexy als McFit-Model und Anna Netrebko nicht so erfolgreich als Bohnenstange – im Sexualkundeunterricht der 5. Klasse musste ich die Definition von Sexbombe auswendig lernen, warum auch immer – und Herzogin Kate wäre nicht so spannend, wenn sie mal keinen Schwangerschaftsbauch hätte. Die Dickmadams bezeichne ich als Margarethen, weil sie etwas von der Schauspielerin Margarethe Tiesel in ihrer Rolle der Teresa im Film „Paradies: Liebe“ haben, der mich btw wirklich nachhaltig verstört hat, was daran liegt, dass ich nicht einschätzen kann, ob ich den Film nun rassistisch finden soll oder er die mit Rassismus einhergehenden Probleme und Diskurse auf seine eigene Art und Weise inszeniert, uns weißen deutschen Frauen den Spiegel vorhält oder eher Einsamkeit thematisiert. Rassismus kann man dieser Adaption von Ödön von Horvaths Drama „Glaube Liebe Hoffnung“  nur schwer unterstellen. Der Film hat die Voyeurin in mir elektrifiziert. In einer Mischung aus Ekel und Selbsthass, weil ich dieser weißen, kolonialistischen und rassistischen Masse angehöre, habe ich diesen Film auf Netflix gesehen, wobei ich eingestehen muss, dass ich bei einigen Szenen, prüde wie ich bin, mein Tablet umgedreht habe. Netflix unterstelle ich ohnehin eine totale Manipulation meines Filmgeschmacks: Netflix macht mir Filmvorschläge und zeigt die prozentuale Übereinstimmung eines Vorschlags mit meinem Sehverhalten an. Deswegen suche ich regelmäßig nach Filmen, die mich eigentlich nicht interessieren, um den Netflix-Algorithmus auszutricksen. „Paradies: Liebe“ war ein solcher Trick. Seitdem werden mir mehr und mehr Softpornos vorgeschlagen – Erinnerung an mich: Netflix kündigen. Natürlich hat ein Film, über den man noch lange nachdenkt, auch irgendwas. Die Anspielung auf den 1. Korintherbrief und damit den abgedroschensten Satz ever, weil ihn fast jedes heterosexuelle Brautpaar als Hochzeitsspruch verwendet, zeigt doch, dass abgedroschene Sprüche gegen Einsamkeit helfen und Verheiratete wie Pinguine zusammenhalten lassen. Letzten Sonntag habe ich noch in meiner geliebten FAS gelesen, dass Krankenkassen mittlerweile Alarm schlagen, weil Einsamkeit krank macht. Wenn schon die dem Neoliberalismus zum Opfer gefallenen Krankenkassen alarmiert sind, dann muss eine echte Krankheit entstanden sein. Einsamkeit wird das neue Burn Out! Wie passend, dass ausgerechnet die Ärzte das in ihrem „Schrei nach Liebe“ schon 1993 erkannt haben. Rechtsextremismus, Rassismus, Xenophobie und Misanthropie, ja vielleicht sogar Anorexie und Adipositas sind Symptome für Einsamkeit. Was ein Befund! Ob Margarethen wirklich einsam sind, weiß ich nicht, glaube ich aber nicht, denn wer körperlich und seelisch in der Verfassung ist, ins Schwimmbad zu gehen und den nicht kataloggerechten Körper halbnackt den Blicken anderer auszuliefern, ist wohl eher kein Opfertyp. Die Margarethen im Schwimmbad nehmen ihr Leben in die Hand und agieren auf ihrem individuellen Anforderungsniveau sportlich. Sie haben erkannt, dass die perfekte Figur genauso sehr Utopie ist, wie die Fähigkeit, Fischstäbchen so zu braten und anzurichten, wie Käpt’n iglo in der Werbung, dass alle scheinbare Mainstream-Ästhetik eine Erfindung der Medien-Galaxie ist. Diese deutschen, blonden Frauen, die zu viel Kohlenhydrate und Fett essen, was ich noch nie gesehen, aber vom unfreiwilligen Zuhören aufgeschnappt habe – nennt man das eigentlich lauschen, wenn man doch gar nicht hören will, was die anderen sagen, zwangslauschen, weil ich es hören muss, denn ich kann mir ja beim Schwimmen über Wasser nicht einfach die Ohren zuhalten– und sich noch dazu beim Sport zu wenig bewegen. Das sind die Frauen, die sich im Schwimmbad darüber unterhalten, dass sie nicht verstehen, warum sie nicht abnehmen, obwohl sie doch ständig schwimmen gehen. Da fallen dann so Diagnosen wie Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto-Syndrom, Weizenwampe oder Jojo-Effekt. Ich habe da schon einen Verdacht, warum sie nicht abnehmen. Sie schwimmen nämlich eigentlich nicht. Sie haben sich irgendwelche Schwimmhilfen um den Bauch gebunden, die offenbar dabei helfen sollen, die Masse ihrer Körper über Wasser zu halten, vordergründig aber ihre Bewegungseinheiten maximieren sollen. Was sie theoretisch vielleicht sogar machen, diese Frauen bewegen sich sehr viel, kommen aber überhaupt nicht voran. Ich frage mich ständig, ob das nicht frustrierend ist. In der Zeit, in der ich zehn Bahnen schwimme, schaffen diese maximal zwei. Nach einer wird sich spätestens am Beckenrand getroffen, um die Unterhaltung fortzusetzen, die spätestens nach vier Bahnen einfach nebeneinander im Wasser angeregt weitergeführt wird. Wenn man als Schnellschwimmerin Pech hat, führen zwei davon nebeneinander auf der Aktivbahn ein Gespräch, was für mich ein deutliches Zeichen einer falschen Selbsteinschätzung ist, wenn so lahme Enten auf der Aktivbahn unterwegs sind, und richtig viel Pech hat man, wenn die Unterhaltung um eine weitere Person erweitert wird und die Pomeranzen drei Bahnen blockieren. Einsamkeit ist nicht ihr Problem. So eine Reihenschwimmerei wird dann ein Tag mit Hindernisschwimmen sondergleichen, was auch mich hin und wieder latent aggressiv werden lässt. Autoaggressiv, denn ich frage mich, warum immer ich ausweiche bzw. aus der Bahn schwimme und beziehe das gleich ganz selbstkritisch auf mein ganzes Leben, weil ich immer ausweiche und immer allen gefallen will, was ich hinter dem Befund verstecke, dass ich es allen recht machen will, aber das mache ich nur, weil ich allen gefallen will. Man kann aber nicht allen gefallen, weil das Gefallen viel differenzierteren Kriterien unterliegt, als dass man es jemanden recht macht. Manche Margerethen legen eine aggressive Grundstimmung an den Tag. Einige von ihnen hassen die Welt und lassen das ihr Umfeld durch ihre Blicke spüren. Ich kenne diesen Blick, ich kann ihn auch, aber er ist nur richtig, wenn er echt ist. Der Blick sagt, wenn du mir auch nur einen Millimeter zu nahe kommst, dann schwimm ich dich um! Komm doch! Trau dich! (Zehn Ausrufezeichen und Smileys mit Qualm aus der Nase). Glücklich und leicht sind diese Margarethen erst wieder in der Umkleidekabine oder, wenn sie sich schon vorm Schwimmen beim Kaffee vor dem Schwimmbad solidarisieren:

Margarethe 1 „Und wie isset?“

Margarethe 2 „Ganz gut und bei dir?“

Margarethe 1 „Ganz gut, bis auf, dat ich gleich schwimmen muss.“

Lachen.

Margarethe  2 „Ja ich hab auch keine Lust, aber wat muss dat muss, ne.“

Margarethe  1 „Ja, ich hab auch schon seit Wochen so Rücken, da sacht der Arzt immer, dat dat Schwimmen helfen soll. Aber ich weiß ja nich … “

Margarethe 2 „Ja ich weiß dat auch immer nich. Wat die immer sagen tun. Neulich hat der mir gesagt, ich soll mal Nordic Walking machen, wegen meine Knie, aber dat tut doch höllisch weh, wat soll ich da mit Nordic Walking anfangen?“

Margarethe  1 „Nordic Walking? Is dat nich dat mit den Stöcken? Da hab ich schon mal gesehen, dat so ne Gruppe Frauen dat bei uns hinterm Haus durch’n Wald annen Fluß gemacht habe. Dat sieht immer lustig aus, ne. Hab ich aber auch schon mal überlegt.“

Margarethe 2 „Nenene, für mich is dat nüscht, ich will doch meine Knie nich kaputt walken. Der is doch bekloppt der Arzt! Nich, dass dat mit deinem Rücken auch schlimmer wird vom schwimmen und du dann erst Rücken hast …“

Margarethe 1 schockiert „Meinste, echt?“

Margarethe 2 „Na komm, nich, dat et schlimmer wird. Ich würd lieber nich schwimmen gehen.“

Margarethe 1 „Ja und wat mach ich dann? Soll ich wieder nach Hause fahn?“

Margarethe 2 „Ne, wenn de Lust hast, können wa hier noch wat sitzen und nen Käffchen trinken, ich muss auch nich unbedingt schwimmen, ich kann dat auch morgen machen, dann holen wa uns en lecker Mett-Brötchen bei Döbbe nebenab.“

Und dann wird gegiggelt und gelacht und beide sind sehr happy, holen sich Automatenmilchkaffee und später ein Mettbrötchen beim Bäcker. Sehr weise haben sie sich gegen das Risiko eines schwimmbedingten Bandscheibenvorfalls entschieden und dazu auch noch solidarisiert. Solche Gespräche hört man, während man sich umzieht, weil zwischen den Umkleidekabinen und der Cafeteria keine Wände sind. Die Cafeteria ist als solche nur zu erkennen, weil über dem Kaffeeautomaten in blauer Leuchtschrift „Cafe eria“ steht. Das „t“ leuchtet leider schon lange nicht mehr. Eine Zeitlang bin ich davon ausgegangen, dass die Frauen sich verabreden, um gemeinsam zu schwimmen, aber mittlerweile habe ich die Theorie, dass sie sich einfach im Wasser finden und dann aus spontaner Sympathie miteinander ein Gespräch führen, das später als Höflichkeitsgespräch aus Verlegenheit deklariert wird, um sagen zu können, ich wäre ja viel besser geschwommen, wenn mich nicht diese nette Frau abgelenkt hätte, die mir ihren Lebensgeschichte erzählt hat… Das passiert aber nur echten Margarethen. Wenn ich betagter bin, wäre ich auch gerne eine Margarethe, eine, die sich damit abgefunden hat, dass der Körper altert und der 60-jährige Körper eben nicht so wie der 22-jährige Körper aussieht. Unechte Margarethen sind die Belugas. Ihr Oberschenkelumfang ist größer als meine Taille. Beim Kraulen sehe ich sie unter Wasser. Wie die Hinterbeine von Nilpferden oder Elefanten hängen die Beine schlaff im Wasser ohne sich durch Muskelkraft auch nur ansatzweise zu bewegen. Wenn die Beine das Wasser verlassen, kann ich die vielen kleinen und großen Dellen und Krater auf den Oberschenkeln sehen und die blauen Krampfadern, die das Gesamtpaket abrunden. Die einzige Bewegung der Beine im Wasser entsteht durch Armbewegungen, die ich nur beim Luftholen sehen kann. Die Arme sehen deformiert aus, weil die Oberarme so wulstig und massig sind, dass sie den Rücken größer machen und den ganzen Oberkörper viel massiver wirken lassen als er ohne Arme wäre. Richtig dicke, schwimmende Tannenbäume – oder eher Mammutbäume. Belugas schwimmen auf der Stelle. Bis sie erschöpft ist warme Becken trampeln und dort ruhen.

Noch nie habe ich so viele Männer, egal ob jung oder alt, mit Brüsten gesehen, die definitiv größer sind als meine, wie im Schwimmbad. Die schwimmenden Männerbrüste sind entweder schön prall wie bei Meat Loaf in Fight Club, werden durch einen dicken Bauch zu platten Lappen gepresst wie bei Orang Utans oder sie hängen weiß auf eine sehr runde Wampe herab, die Tiere häufig der Niedlichkeit halber im Comic bekommen. Männer mit Brüsten agieren im Wasser höchst seltsam. Die älteren mit Brüsten, die man an den weißen Haaren erkennt, tümmeln sich in der Regel wie die Frauen am Beckenrand und quatschen unverhohlen ununterbrochen über alle die Prostata-Gebrechen, Gelenkschäden und Gichterscheinungen anderer oder über Fußball. Oft heißen sie Heinz, Hermann oder Uli. In der Regel läuft es immer so ab, dass ein Weißhaariger mit Brüsten einer der oben genannten Varianten das Schwimmbad betritt, dann das Becken mit seinem Röntgenblick scannt und Gleichgesinnte, damit sind weißhaarige Männer mit Brüsten gemeint, sucht. Hat er sie gefunden, lässt er sich neben diesen galant und sehr beweglich, aber auch sehr langsam, wie in Zeitlupe, ins Becken gleiten. Es folgt eine jugendliche Geste, bei der der Kopf nach hinten geworfen – ganz langsam – wird. Das alles in Kombination mit einem charmanten Lächeln kann gut und gerne zehn Bahnen Brust meinerseits dauern. Beim Inswassergleiten kann schon ein Gespräch über Fußball begonnen werden.

Heinz: „Haste dat Spiel gestern gesehen?“

Uli: „Hömma, den Florian Müller, dat is ja ne Granate.“

Herman: „Jo, da hält der einfach den Elfer gegen Mainz! Wat ne Nummer!“

Heinz: „Und so en junger Bursche, wa? Der is so alt wie mein Neffe.“

Uli: „Den holen sich bestimmt bald die Bayern, ne.“

Herman: „Ach hör mir auf mit den Bayern!“

Heinz: „Na, det musste denen lassen, 20 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten, dat is schon’n Ding!“

Uli: „Ja sicha, aber dat liegt ja nur daran, dat die alle Juten von den anderen wegkofen. Wie den Hummels. Für 35 Mio Zacken! Musste dir mal vorstellen!“

Herman: „Wat de dafür allet bekommen würdest!“

Irgendein Verein hat immer gestern gespielt und irgendeiner hat das Spiel immer gesehen und irgendeiner hat immer einen Enkel, der irgendeinen Profi-Fußballer kennt oder dem selbst eine Karriere als Profi-Fußballer bevorsteht oder dessen Traum durch eine rischtisch blöde Verletzung geplatzt worden ist. Besonders aufgeputscht sind Derby-Tage, da wird lange nachberaten, wer was wie gut oder schlecht gemacht hat. Wer da nicht mithalten kann oder will, weil er vielleicht zu den Akademikern mit Hühnerbrüsten gehört, die keinen Fußball schauen, sondern deren Lebenswerk die Erforschung von Gorillas in Uganda ist, redet nicht mit und wendet sich ab, die Margarethen blinzelnd beobachtend. Andere beobachten auch ganz unverhohlen das Geschehen. Einigen sieht man an, dass sie Brillenträger sind, weil sie Abdrücke haben oder ständig blinzeln. Blinzelnd und ab und zu verschwörerisch zwinkernd blockieren sie den Rand. Das schaffen übrigens auch junge, durchtrainierte McFit-Body-Building-Typen, die alibihalber in ihrem Kreis meistens einen mit Dreadlocks bei sich haben. Alibihalber deswegen, damit niemand erahnt, dass die Muskeln nicht qua Geburt vorhanden sind, pränatal entstanden sind, sondern hart durch Eiweißshakes und Pumpen beim Gewichteheben antrainiert worden sind. Nur diese Helden in Badehosen, nicht Speedos, sondern in coolen, jungenhaften langen Badeshorts, blockieren die Bahn wichtiger als die älteren Herrschaften. Sie blockieren, weil sie sich 30 meiner Bahnen lang darüber unterhalten, was sie als nächstes Tun. Das Tun ist meistens tief nach unten tauchen. Wie viele von diesen tatsächlich eine Tiefsee-Expedition planen und üben müssen, in 30 Metern Tiefe nicht in Panik zu geraten, ist mir schleierhaft. Ich weiß nur, dass diese jungen, durchtrainierten Männer wahnsinnig gut darin sind, Pläne zu machen und ab dem nächsten Mal, mit irgendetwas anzufangen. Ich sehe sie in der Regel nie wieder. Die Männer mit Brüsten schwimmen in der Regel noch weniger als die Margarethen und wenn sie schwimmen, kann es passieren, dass sie zu fünft nebeneinander schwimmen, sich über Fußball oder Prostatabeschwerden oder die miserable Haushaltslage der Stadt besserwisserisch unterhaltend und nicht wahrnehmen, dass es noch andere Schwimmende, zu denen ich gehöre, im Becken gibt. Es ist unmöglich, hinter einer Männer-mit-Brüsten-Phalanx herzuschwimmen. So langsam kann niemand schwimmen. Wenn es doch unausweichlich ist, trete ich einfach mit meinen Beinen senkrecht ins Wasser, weil ich sonst zu schnell wäre. Manchmal lässt sich einer durch die Gruppendynamik dazu verleiten, im Schmetterlingsstil – ich erinnere mich noch genau an meine Prüfung im Leistungskurssport, in der ich über das Schmetterlingsschwimmen in der Theorie referieren musste, dass der Körper die ganze Zeit in der Brustlage gehalten werden muss, außer während der Wende, dass vom ersten Atmen nach dem Start und nach jeder Wende die Schultern mit der Wasseroberfläche in einer Linie liegen müssen, dass diese Haltung bis zur nächsten Wende beibehalten werden muss, dass eine auch nur angedeutete Rückenlage zu keinem Zeitpunkt erlaubt ist, dass beide Arme gleichzeitig nach hinten unter Wasser und nach vorne gleichzeitig über Wasser bewegt werden müssen (sauschwer), dass alle Bewegungen der Füße und Beine gleichzeitig ausgeführt werden müssen (geht so schwer, nur anstrengend mit der Zeit), dass eine Kraulbeinbewegung nicht erlaubt ist und dass bei der Wende beide Hände gleichzeitig anschlagen, das heißt den Beckenrand berühren, müssen (warum auch immer) – eine halbe Bahn, also 12,5 Meter zu schwimmen, um sich dann lange, ganz lange, erschöpft auf dem Rücken treiben zu lassen. Auf dem Rücken zu schwimmen, ist eine Sache, aber sich treiben zu lassen, führt dazu, dass ich als Schnellschwimmerin nicht einschätzen kann, wohin die auf dem Rücken schwimmende Person treibt. Noch dazu breitet sie meistens die Arme so weit aus, dass eine Kollision bevorstehen muss. Kollisionen im Wasser gilt es tunlichst zu vermeiden, weil die Hornhäute von anderen kein schönes Gefühl auf der eigenen Haut hinterlassen. Es gibt keine Gruppe im Schwimmbad, die so eingeschworen wie die Margarethen oder die älteren Männer mit Brüsten untereinander agieren. Den Jüngeren sieht man die Verrohung und Vereinsamung der Gesellschaft auch im Schwimmbad an, auch mir, denn ich hasse nichts mehr als mich beim Schwimmen egal mit wem unterhalten zu müssen. Wenn ich schwimme, will ich schwimmen. Eine Zeitlang hat eine Lebensabschnittsfreundin versucht, gemeinsam mit mir schwimmen zu gehen und mit mir im Wasser Konversation zu betreiben, wobei die Gespräche einseitige Monologe über ihr Lehramtsstudium, ihre Zukunft, ihre Beziehung zur einem ganz coolen Typen aus der Clique, ihre Katze, ihren Hund, die Bücher, die sie geglaubt hatte, gerade gelesen zu haben, ihre Figur, ihre Wochenendplanung und ihre Ex-Freunde gewesen sind. Das muss man in Freundschaften in Kauf nehmen, aber nicht im Schwimmbad! Ich habe an solchen Schwimmtagen so stark gefroren, dass ich danach krank geworden bin. Wie kann man nur so lange so langsam schwimmen! Das nenne ich Wassertreten und nicht schwimmen. Kein Wunder, dass sich dadurch keine figürliche Veränderung einstellt. Bei den Margarethen und den Männern mit Brüsten ist das anders, denn ich habe noch kein Indiz feststellen können, das dafür spricht, dass die Männer und Frauen sich gegenseitig auf den Geist gehen. Meistens kennen sie sich auch von früher und grüßen sich mit „Ach der soundso“ oder „Ach Liebes, du bist das, ich habe dich gar nicht erkannt ohne Brille!“ Ich stelle mir dann vor, wie die Gruppen früher miteinander tanzen waren und die rauchigen Kneipen der Stadt gerockt haben. Meine Vorstellung ist dann komplett in Sepia gehalten und ich muss mich selbst daran erinnern, dass die Farben früher abgesehen von anderen Trendfarben gleich gewesen sind.

Jüngere Männer mit Brüsten sind meistens unsicher und schwimmen wirklich. Einer hat mich allerdings wirklich beeindruckt: Der Springer. Ein ganz dicker Mann in meinem Alter, also zwischen 25 und 40 – das Alter von Männern kann ich wahnsinnig schlecht schätzen, schon bei Jungs, könnten die zwischen 15 und 20 sein, aber sobald die 25 sind, fällt es mir sehr schwer zu schätzen, ob sie 25 oder eben 40 sind, klar die Falten sprechen für sich und bei rauchenden, ungepflegten Männern ist es etwas leichter, aber selbst bei meinem Freund konnte ich, als ihn das erste Mal gesehen habe überhaupt nicht einschätzen, ob der jetzt in meinem Alter oder viel älter war und natürlich habe ich mich nicht getraut zu fragen, weil ich mir ohnehin schon wie eine altersdiskriminierende Extremistin vorkommen, aber die gesellschaftliche Anerkennung von Beziehungen zwischen Zweien, die einen deutlichen Altersunterschied aufweisen ist eben auch im 21. Jahrhundert gleich null, wobei das vermutlich so direkt niemand sagen würde und wenn man den Neuen/die Neue dann kennenlernt, ist das alles auch gar nicht mehr so schlimm, aber Alter ist eine Barriere, über die jede und jeder, der oder die so sozialisiert worden ist wie ich, zunächst springen muss, bevor Anziehungskraft überhaupt erst entstehen darf – ging selbstbewusst aus der Männerdusche direkt zur Bademeisterin, die ihm nach kurzem Gespräch den 5-Meter-Sprungturm aufsperrte. Das geschieht sehr sichtbar, damit die Schwimmenden kapieren, dass nun die Bahnen rund um den Sprungturm zu umschwimmen sind, um sich eben nicht umzuschimmen. Niemand möchte, dass einem eine Springer auf den Kopf springt, eine solche Geschichte habe ich auch einmal aus der Schweiz gehört und vor so etwas habe ich immer Angst, das kann tödlich sein. Der Mann mit großen Brüsten, einem runden Kopf und mit wirklich viel Masse klettert überraschend galant die Stufen zum Sprungbrett hoch. Er spannt jeden einzelnen Muskel an und springt mit einer astreinen Arschbombe ins Becken. Das Wasser spritzt fontänenartig neben ihm hoch, wie Obelix, während er kurz untertaucht und souverän mit einer einmaligen Kopfbewegung sich das Wasser aus dem Gesicht schüttelt, zum Beckenrand schwimmt und das ganz Spektakel wiederholt. Bestimmt zwanzigmal. Dabei blickt er kein einziges Mal in die Gesichter der anderen, lacht nicht, verzieht keine Miene, schwimmt zum Rand, schwingt sich schnell aus dem Becken, fliegt die Stufen empor und springt. Wundervoll! So ein schöner Mann! Normalerweise habe ich bei Dicken in meinem Alter im Schwimmbad immer Angst, dass sie ertrinken und ich sie retten muss, denn ich bin oft die beste Schwimmerin im Schwimmbad, denn die Bademeister haben bei allem Respekt die größten Brüste und die größte Wampe. Wie so einer, einen Ertrinkenden retten soll, ist mir schleierhaft, aber ich werde mich darüber nicht beklagen, weil dieses Anstellungsverhältnis nur ein Symptom für den maroden Haushalt der Stadt sein kann und jede Beschwerde über die körperliche Verfassung des Bademeisters zu einer sofortigen Schließung des Bades führen könnte. Die Fluktuation bei den jüngeren Männern mit Brüsten jedoch ist sehr hoch. Selten sehe ich sie zweimal.

 

 

 

 

Mambo No 5

Ein großer Schrank mit Rollgitter, durch das die vielen Schwimmringe, Matten, Kickboards, Nudeln, Gewichte und abgenutzten Bretter zu sehen sind, eine verriegelte PA-Anlage, auf der ein Headset liegt und viele viele Bälle. Die Trainerin holt die Zutaten für einen gelungenen Wassergymnastikkurs: Spaß haben und gleichzeitig fit bleiben mit Musik? Bodyshaping? Kein Problem! Wassergymnastikkurse können alles! Die Ergebnisse sind beeindruckend! Wer seine Wirbelsäule oder seine Gelenke nicht belasten darf, kann im Wasser schmerzfrei trainieren. Die Badegäste sind begeistert. Neben dem Unterhaltungsfaktor haben Aquafit- und Aqua-Aerobic-Kurse den Vorteil, dass Übungen, die ohne Wasser echt schwer wären, im Wasser ganz einfach zu vollziehen sind. Kniebeugen, Hampelmänner, und Gewichte heben, das bringt’s, der Widerstand im Wasser macht‘s möglich. Margarethen und Männer mit Brüsten, Junge und Alte, Damen und Herren, Schwangere, Fuß- und Hüftkranke, sie alle nehmen gerne an Wassergymnastikkursen teil. Bei Wassergymnastikkursen vereinen sich Ayur Vedistinnen mit Frauen und Männern, die offenbar zu gerne trinken und Berliner Ballen essen, Sportliche und absolut Unsportliche und das finde ich großartig. Hier steht der Spaß im Vordergrund, wobei das niemand zugeben würde. Die Teilnehmenden sind fokussiert auf Fitness und Bewegung. Wassergymnastik findet in dem warmen Becken statt, in dem man stehen kann. Die Kurse sind egal zu welcher Uhrzeit gut besucht. Ich bekomme nur Details während meiner ersten zehn Bahnen mit, weil ich die immer schwimme, ohne zu tauchen. Genauer gesagt bekomme ich davon auch nur fünf Bahnen sehenden Auges mit, weil ich restlichen fünf in die andere Richtung schwimmen. Aber fünf Bahnen reichen völlig aus, um das Spektakel in vollen Zügen genießen zu können. Zwar komme ich mir vor wie eine Voyeurin, aber die Kurse lenken mich wunderbar ab von den auf dem Boden des städtischen Schwimmbads klebenden Pflastern, die ich mir sonst zu genau anschaue. Die Aqua-Trainerin fährt immer alles auf, was sie an Gerätschaften da hat, die die Sportskanonen im Wasser auf Trab halten sollen: Schwimmnudeln – meine Freundin geht nicht ins Schwimmbad, sie hat eine Schwimmnudelphobie, weil sie sich immer vorstellt, wie sich Körperschleime an diesen Schaumstoffschlangen festsetzen, was sie zu der durchaus berechtigten Vorstellung führt, dass das Wasser durch alle Ritzen des menschlichen Körpers fließt, Körpersäfte absorbiert und wir Schwimmenden ganz munter in Schleim, Spucke und Säften von anderen planschen, lecker, aber ich vertraue da auf die Wirkung von Chlor und ignoriere, dass der an manchen Tagen penetrante Chlor-Geruch nur dadurch zu erklären ist, dass zu viel Harnstoff im Wasser ist, so dass aus dem eigentlich geruchlosen Chlor ein stinkendes, böses Chlor wird – Gewichte oder diese dynamischen Bodyflex-Stangen, die oben und unten Gewichte haben und die pendelartig über dem Kopf, nach vorne, nach hinten, oben und unten gewackelt werden können. Dazu kommt eine riesengroße und in Anbetracht des vielen Wassers sehr riskant anmaßende Stereoanlage aus der Musik aus einer anderen Zeit dröhnt, was mich darauf tippen lässt, dass die Aquatrainerin die gleiche Musik seit ihrer Ausbildung abspielt. Regelmäßig beginnt der Kurs mit Mambo No 5, wobei die Trainer, egal wer, immer erst kurz die ersten zwei Takte dieses wirklich bekannten Songs aus den 1999er Jahren anspielen, sich kurz tanzend vor und zurückbewegen und die auch schon zum Trippeln anfangende Gruppe schon mit einem stimmungsvollen Aufmunterungsruf wie „Woho“ motivieren. Während dieses Ausrufs werfen sie den Kopf mehrfach vor und zurück, ein angedeutetes Headbanging, nicht zu viel Led Zepellin, sondern sehr sportlich, cool, kontrolliert. Yeah, den Emotionen freien Lauf lassen. Den Flow zulassen. Meistens vergessen die Trainer, dass vor den ersten Tönen Loe Bega noch sagt: „Ladies and gentleman, this is mambo number five“, so dass der Überraschungseffekt nicht so hoch ist, aber das wird durch eine coole Galoppbewegung überspielt. Nach dem ersten Dipdidipdidipdidip  und den ersten lockernden Bewegungen im Wasser, fangen die Frauen und Männer zum Giggeln und zum Scherzen an, sie sind wieder oder endlich jung und Lou Bega nimmt sie mit zum “liquor store around the corner“. Sie werfen das kurze Haar zurück, den Kopf in den Nacken, tuscheln aufgeregt und aufgedreht. Die Angelas, Pamelas, Sandras, Ritas, Monicas, Ericas, Sandras, Tinas und Marys machen sich warm, strecken die Arme zum Himmel und hopsen aufgeregt im Becken auf und ab. Man könnte nun vermuten, dass Mambo No 5 deswegen gespielt wird, weil das Original aus den 1949ern stammt und die Zielgruppe der Aquafitkurse ungefähr in diesem Jahr geboren sein könnte, aber das macht ja nun wirklich keinen Sinn, weil nicht davon auszugehen ist, dass die Hits von 1949 wirklich noch zu Partyzeiten der Aquafitgeneration gespielt worden sind – oder doch? Mambo No 5 wird vermutlich auch noch auf Partys gespielt, auf solche Partys gehe ich vielleicht bloß nicht. Die Beats von Mambo No 5 erschüttern das ganze Becken und die Gruppe bewegt sich in so viele verschieden Richtungen, dass Außenstehende davon ausgehen müssen, dass jeder und jede Einzelne eigene Knöpfe mit völlig unterschiedlicher Musik im Ohr haben. Zugegeben, es ist schwer, im Wasser zu laufen oder zu tanzen, aber es kann doch nicht so schwer sein, den im Rhythmus zum Takt von diesem Popsong zu schunkeln. 1999 war ich zum ersten Mal betrunken, habe diesen Song gehasst und mit meinem ersten Tanzkurs angefangen. Das Bild, dass sich den Tanzlehrern, die noch dazu ehemalige Medaillengewinner der Weltmeisterschaften im Turniertanz gewesen sind, wie vermutlich alle Tanzlehrer es irgendwann mal von sich behaupten, um die Mitbewerber auszuknocken, bei uns Tanzanfängern bei den ersten verwegenen Tanzschritten alleine – Mädchen an der Wand, Jungs am Spiegel übend – geboten haben muss, kann nicht erbärmlicher gewesen sein. Und dennoch, es ist herrlich dieser vergnügten Gruppe dabei zuzusehen, wie sie sich vermeintlich anstrengt. Es gibt niemanden in der Gruppe, der die Befehle der Trainerin nicht ernst nimmt und versucht nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen. Niemand, aber auch absolut niemand macht, was die Trainerin vormacht. Sie muss das wissen. Sie muss das sehen, aber es ist ihr egal. Mit einem Enthusiasmus führt sie vor, was zu tun wäre und motiviert jeden einzelnen Teilnehmenden „Wow“, „Toll“, „Ja genau so“, „Höher“, „Jawoll“. Sie sieht in ihrer Aquafitgruppe definitiv ein größeres Potential als ich. Po ganz weit nach hinten schieben „Ladys, stellt euch vor ihr müsst draußen Pippi machen“, ruft die Trainerin, und in der Hocke abwechselnd mit der einen Ferse und der anderen wippen „Noch acht, sieben, sechs, fünf, noch vier, komm schon komm schon, drei, noch zwei, uuuuuund geschaffft! Relax!“, auf der Stelle laufen „gogogogogogo jaduschaffstdas  weiternichtaufhören uuuuund schneller schnellerschneller gogogogogo“, linkes Knie hoch „ganz weit, noch weiter, jawoll“, rechtes Knie hoch „du schaffst das“, Gewichte vor und nach hinten schieben „pumpen pumpen pumen fester fester jaaaaaa“, mal schnell „gogogogo“, mal langsam „halten halten halten uuuuund relax“. Alle ziehen an einem unterschiedlichen Strang, aber alle ziehen. Die Trainerin brüllt. Wichtig ist, dass man niemals ins Schwimmbad geht, wenn ein Aquafitkurs droht zu Ende zu gehen, denn einige der Gruppe schwimmen noch zwei Alibibahnen, um im Schwimmbad wenigstens kurz auch geschwommen zu sein, was dann dazu führt, dass eine Masse an langsamen Schneckenschwimmern das Schwimmerbecken flutet und ich keinen Platz mehr für meine Bahnen habe. Aus Respekt vor dem Alter verlasse ich dann meistens nach 40 Bahnen frustriert das Schwimmbad, weil ich mein Pensum nicht erreicht habe. Als nächstes spielt die Riesenanlage „I will survive“ von der Hermes House Band und die Gruppe im Nichtschwimmerbecken rockt. Am Ende eines jeden Kurses, das ich nur in kurzen Rundenpausen beobachten kann, dürfen sich die Teilnehmenden auf Schwimmnudeln ausruhen. Manche haben dann aber noch nicht genug, und toben noch ein bisschen. Da werden Schwimmnudeln wild durch die Luft gewirbelt, darauf rumgehoppelt und eine weibliche Teilnehmerin versucht heute sogar, im Wasser auf einer Schwimmnudel zu stehen, wobei sie – hups – kurz untertaucht, was wohl nicht vorgesehen war. Die Haare waren schön gestriegelt vor dem Tauchgang, bloß nicht nass werden, aber zu spät, jetzt müssen sie lange und langwierig geföhnt werden, was mit den defekten Föhns des Schwimmbad unmöglich wäre und weil es gleichermaßen unmöglich ist, die riesigen Föhns aus den 80er Jahren mit ins Schwimmbad zu schleppen. Erschrocken taucht die Teilnehmerin wieder auf, Mascara fließt in Kaskaden die Wangen herunter, wie ein begossener Pudel liegt sie da im Wasser, unsicher, was da gerade mit ihr passiert ist. Im Wasser tanzen, Rhythmen erleben und dabei fit bleiben, das ist das Konzept hinter diesen Kursen. Ich frage mich, woher das Bedürfnis von Menschen kommt, den Körper im Wasser zu Musik zu bewegen. Es ist schwer zu sagen, wann die menschliche Spezies gelernt hat, zu schwimmen. Klar ist, dass Schwimmen und Baden mehr ist als eine Überlebenstechnik. Da kommt der hygienische Faktor des Waschens dazu, aber auch das pure Naturerlebnis. Wasser als eines der vier Grundelemente und der Mensch, der sich darin bewegen kann. Wunderbar. Aber zu „Mambo No 5“ und „I will survive“ im Wasser hopsen? Wenn das unsere Vorfahren wüssten. Wundern kann man sich ja. Ich denke, dass jetzt nur noch „Time of my life“ fehlt und die Männer mit den grauen Haaren anfangen die Frauen Mitte 60 in Patrick Swayze Manier über ihre Köpfe zu heben. Das wäre ein Spektakel und so hochgeputscht, wie die Männer und Frauen da drüben im Becken durch die motivierende Ansprache ihrer Trainerin sind, traue ich denen alles zu. Meine Kraul- und Taucheinheit beginnt und ich kann die Musik nicht mehr hören. Und dann doch. Tatsächlich höre ich jedes Mal beim Einatmen  „I have …… for so long …. finally found ……to stand by me“. Krass.

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